BrL Mä | SV Lok Rangsdorf vs. HC Spreewald I 19:26 | 7:11

 

 

 

Stotternder HC-Motor zu Gast im Lok-Schuppen

Die Spielansetzungen in der Brandenburg-Liga-Saison 2018/19 lassen den HC-Kahn nur langsam Fahrt aufnehmen. Zwar musste man sich gegen einen der Staffelfavoriten,

der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf bereits vor einigen Wochen beweisen und konnte gegen Cottbus, Ahrensdorf und Bad Liebenwerda sichere Siege einfahren, trotz alldem fehlt es immer noch an Wettkampfrhythmus. Bevor nun wieder zwei spielfreie Herbstwochen verstreichen, musste der HC Spreewald ersatzgeschwächt (ohne Daniel Wegner, Tobias Lubig und André Zogbaum) zum Auswärtsspiel nach Rangsdorf reisen. Der vermeintliche Underdog ist in heimischer Halle – eng, flach, volle Ränge und mit Haftmittelverbot – für jede Mannschaft der Liga eine Herausforderung. Durch zwei intensive Trainingswochen ohne das geliebte Harz sahen sich die Mannen um Trainer Mirko Wolschke jedoch gut vorbereitet. Nichtsdestotrotz zeigten beide Mannschaften in der ersten Halbzeit magere Handballkost. So lag der HC schnell mit 2:1 (2.) zurück, konnte den Spielstand jedoch durch konsequentes Abräumen über Jens Kranick und Christian Krause zum 2:4 (7.) wenden. Abstimmungsfehler in der Spreewälder Hintermannschaft ließen die Rangsdorfer postwendend zum 4:4 (11.) ausgleichen. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit besannen sich beide Mannschaften auf ihre Defensive. So agierten beide Deckungsreihen sehr passiv und zwangen den Angriff zumeist in ungünstige Wurfpositionen. Aufgrund des fehlenden Haftmittels wurden so viele Ballgewinne forciert. Dennoch klappte die Rückwärtsbewegung der Spreewälder zu diesem Zeitpunkt noch. Hinzu kam, dass Florian Kleindienst im HC-Tor mit zwei gehaltenen Strafwürfen und zwei parierten Kontern eine glänzende Vorstellung bot und maßgeblichen Anteil an der komfortablen 5:11-Führung (27.) hatte. Leider nutzten die Rangsdorfer die überhasteten Abschlüsse zum Ende der ersten Halbzeit, um beim 7:11-Pausenstand weiterhin auf Tuchfühlung zu bleiben.
Die Lok kam zudem mit frischen Kohlen aus der Kabine, wohingegen der HC-Motor einige Aussetzer erlebte. So wurde aus einem sicheren 8:13 (32.) binnen weniger Minuten ein 13:13 (40.). Die Gurkentruppe ließ dabei vollends den Zug zum Tor vermissen, musste darüber hinaus noch zwei unnötige Zeitstrafen hinnehmen, in denen die Rangsdorfer ihr schnelles Umschaltspiel nutzten, um per Konter oder die Zweite Welle einfache Tore zu erzielen. Einzig Nils Werner (3 Tore) setzte sich immer wieder unnachahmlich durch und ließ den HC beim 16:19 (49.) in vermeintlich sicheres Fahrwasser gleiten. Die Gäste agierten jedoch weiterhin verunsichert, schenkten die Bälle leicht her und mussten so wiederholt den Ausgleich hinnehmen (19:19, 52.). Das Spiel drohte zu kippen. In dieser spielentscheidenden Phase brachte die Einwechslung von Pascal Freund jedoch zusätzliche Wurfkraft aus dem Rückraum. Mit fünf aufeinanderfolgenden Toren binnen 4:30 Minuten stellte er das Ergebnis – quasi im Alleingang – auf 19:24 (58.). Die letzten Minuten agierte der HC dann abgeklärt. Durch den vierten gehaltenen Strafwurf von Florian Kleindienst und zwei weitere Tore durch Kapitän Nils Werner erspielte sich der HC Spreewald letztlich einen umkämpften 19:26-Auswärtserfolg. Damit setzten sich die drei Mannschaft – Brandenburg, Teltow und der HC – weiter auf den Podiumsplätzen fest.

Aufgrund der Herbstferien ist an den kommenden zwei Wochenenden spielfrei. Erst zum Fasching am Sonntag, den 11.11.2018 um 16:00 Uhr tritt der HC Spreewald im heimischen „Blauen Wunder“ zum heißen Kampf gegen den HSV Wildau (6. Platz, 6:6 Punkte) an.

Es spielten:
für den HC Spreewald: Florian Kleindienst und Marc-Maurice Gruna (beide im Tor), Danilo Wendt (1 Tor), Jörn Grötschel, Tim Glowinkowski, Chris Guhrenz, Erik Handke, Christian Krause (4), Pascal Freund (8), Jens Kranick (2) und Nils Werner (11/4).

CG   

                                           

Auswärts . . . .

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