SV Jahn Bad Freienwalde vs. HC Spreewald 27:30 | 11:16

Meisterschaftsendspurt

Am vergangenen Wochenende trat der HC Spreewald mit großem Fanlager die Reise in den Brandenburger Nordosten an. Ziel des Trosses war die Kurstadt Bad Freienwalde und der dort ansässige SV Jahn. Die Truppe von Neu-Trainer Daniel Untermann kämpft mit der TSG Lübbenau 63 und dem LHC Cottbus II derzeit um den Bronzeplatz in der Brandenburg-Liga und ist aufgrund der Heimstärke nicht zu unterschätzen. Der HC hingegen darf sich im Meisterschaftsendspurt keinen Ausrutscher erlauben und wollte mit einem Auswärtspunktgewinn den Vorsprung auf den Verfolger Teltow/Ruhlsdorf behaupten. Die Vorzeichen waren auf beiden Seiten jedoch nicht optimal. Wichtige Spieler fielen verletzungs- oder krankheitsbedingt aus. Beim HC fehlten mit Erik Handke, Jonathan Weske, Daniel Wegner und Tobias Lubig gleich vier Akteure. Das Trainergespann Wolschke/Zwieb reaktivierte daher Abwehrstratege Bert Orbanz, der mit seiner Erfahrung die Spreewälder Hintermannschaft stabilisierte und immer wieder Ballgewinne forcierte. Mit der nötigen Aggressivität und Härte gelang es so im ersten Spielabschnitt die Kreise des wurfgewaltigen Freienwalder Rückraums einzugrenzen. Zwar legten die Gastgeber durch Oliver Viert und Chris Matthias jeweils vor, Pascal Freund glich auf der Gegenseite jedoch postwendend aus (2:2, 7.). Zwei Kontertore von Chris Guhrenz brachten die Spreewälder im Anschluss mit 2:5 (11.) in Front. Den Gästen gelang es zwar zu verkürzen (4:5, 12.), jedoch fanden die Spreewälder nun immer besser ins Spiel. Die Angriffe wurden strukturiert vorgetragen und so der besserplatzierte Nebenmann freigespielt. Vor allem Jens Kranick (3 Tore) glänzte dabei als sicherer Vollstrecker von der Außenposition (6:10, 20.). Auch nach der Auszeit der Kurstädter blieb der HC spielbestimmend. Allen voran Kapitän Nils Werner (3) war sich der Brisanz dieses Aufeinandertreffens bewusst und übernahm Verantwortung. So konnte sich der HC bis zur Halbzeit auf 11:16 absetzen.

Eine Randnotiz in Punkto Fairness: Eine in der ersten Halbzeit ausgesprochene Zeitstrafe gegen Bert Orbanz (Hand im Gesicht des Gegenspielers) wurde nach Rücksprache der Schiris mit dem Akteur Oliver Viert zurückgenommen. Das ist Sport.

Im zweiten Spielabschnitt knüpften die Spreewälder an ihre Leistung an und überzeugten durch Einsatz, Kampfgeist und Spielfreude. Nach dem 14:19 (36.) erhöhten Jens Kranick und Nils Werner auf sieben Tore (14:21, 38.). Florian Kleindienst im HC-Tor konnte sich auf seinen Mittelblock Beyer/Orbanz verlassen und so mehrere Bälle entschärfen. Den Gastgebern fehlte es an Wechselmöglichkeiten, um mit frischen Akteuren den HC noch einmal vor neue Aufgaben zu stellen, so dass in der 53. Spielminute (20:27) alles für einen sicheren Sieg des HC sprach. Nach der roten Karte gegen Markus Block wegen Tätlichkeit luden die Spreewälder den Gastgeber jedoch zur Ergebniskosmetik ein. Mehrere (unnötige) Ballverluste ließen die Freienwalder bis zum Schlusspfiff noch auf 27:30 verkürzen. Nichtsdestotrotz verließ der HC das Parkett auch im fünften Aufeinandertreffen als Sieger und grüßt somit weiterhin mit vier Punkten Vorsprung von der Tabellenspitze der Brandenburg-Liga.

Die Marschroute für die Endphase der Saison ist klar – siegen. Dies hoffentlich bereits wieder am kommenden Wochenende. Gegner ist der Tabellenneunte aus Wildau. Anpfiff am Samstag, den 21.04. im Lübbener Blauen Wunder ist um 18:15 Uhr. Das Vorspiel (16:00 Uhr) bestreitet die zweite Männermannschaft, die gegen den HV Calau auf Punktejagd geht.
Abschließend möchte sich das gesamte Team, sowie Trainer und Betreuer bei den mitgereisten Fans bedanken. Ihr seid unser 8. Mann!

Es spielten für den HC Spreewald:

Florian Kleindienst, Marc-Maurice Gruna (beide im Tor), Florian Beyer (5), Danilo Wendt (1), Paul Meisner, Chris Guhrenz (4), Bert Orbanz, Pascal Freund (6), Jens Kranick (6/1), Tim Glowinkowski (1) und Nils Werner (7/1).

CG

Meisterschaftstitel für die F-Jugend des HC Spreewald in der Saison 2017/18

Ganz überraschend ist die F-Jugend (8 und 9-jährige Kinder) des HC Spreewald in der Saison 2017/2018 zum Meisterschaftstitel gekommen. Da die Meisterschaft in der F-Jugend nach reinen männlichen und gemischten Teams gewertet wird, ist die F2 mit dem 2. Tabellenplatz in der Gesamtwertung zum Meistertitel gekommen. Doberlug-Kirchhain hat die Liga dominiert und alle Spiele gewonnen und ist bei den gemischt antretenden Teams ebenfalls Meister geworden.

Die F2-Mannschaft ist eigentlich nur entstanden, da der SV Herzberg unmittelbar zum Saisonbeginn sein Team zurückgezogen hat. Die Trainer haben sich dazu entschieden, eine zweite Mannschaft bei der F-Jugend antreten zu lassen und in dieser die Kinder spielen zu lassen, welche auch schon in der E-Jugend am Spielbetrieb teilgenommen haben.

Die F2-Mannschaft ist der Saison mit einem sehr knappen Spielerkader angetreten, bei dem es höchstens einen Auswechselspieler gab. Ein großes Lob an die Kinder, die es zu jedem Spieltag – auch bei kleineren Verletzungen – ermöglichten, am Spiel teilzunehmen, um das Team nicht im „Stich“ zu lassen. Auch den Eltern ein großes Lob, die uns an jedem Spieltag lautstark unterstützten und die jungen Talenten zu Höchstleistungen anfeuerten.

Die F2 spielte am letzten Spieltag mit folgender Aufstellung: Philipp Haupt (im Tor), Lionel Struwe (4), Ole Heik (15), Paul Kensy (5), Arne Orbanz (17), aufgrund von Fieber konnte Cedric Freimann an diesem Spieltag leider teilnehmen.

Für die 6 Jungs war es ein sehr erfolgreicher Abschluss der F-Jugend, welcher ausgiebig gefeiert wurde. In der kommenden Saison treten sie komplett in der E-Jugend an.

Wir wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg und sind auf die weitere Entwicklung sehr gespannt.

Ein stolzer Trainer: Bert Orbanz

Kreismeisterschaft der F- Jugend

Gestern endete die Kreismeisterschaft der F- Jugend mit einem Spielturnier in Elsterwerda, an dem alle 9 Mannschaften teilnahmen, um auch alle zur Siegerehrung in einer Halle ehren zu können.

Erstmals mit dem Training im Handball – Jugendbereich beauftragt, stieg ich doch noch sehr blauäugig in die Wettkampfserie im September ein. Meine Schützlinge im Alter von damals noch 6 bis 8 Jahren waren wenig oder noch gar nicht mit dem Handballspiel vertraut. So ging es vorrangig darum, so sagte man mir, Spielfreude zu vermitteln und weniger darum, leistungsorientiert zu agieren. Nach den ersten beiden Spieltagen änderte sich die Einstellung dahingehend, dass es schon interessant wurde, wie viele Bälle in welchem Tor landeten. Bereits an den ersten 3 Spieltagen gewannen wir gegen Gegner, die wir nun am Ende auch in der Tabelle hinter uns ließen und belegten immerhin den 5. Platz in dieser Spielsaison, der mit jeweils einer Urkunde belohnt wurde.

Am letzten Spieltag verloren wir in stark reduzierter Besetzung gegen den BSV G-W Finsterwalde und gegen unsere 2. Mannschaft.

Allen noch einmal ein großes Lob für den Einsatz und Kampfgeist. Dank auch an unsere, wie immer mitgereisten, Fans  (Eltern, Großeltern und Geschwister).

Es spielten:

Aimeé Siebert, Maja Badewitz, Lina Mietling, Tamia Vandrey, Alexander Goyn, Carl-Friedrich Wolff,

Ilona Rogalla-Schuster (Trainerin)

TSG Lübbenau 63 vs. HC Spreewald 29:29 | 16:12

 

Spreewald-Derby auf Augenhöhe

Am vorletzten Spieltag der Brandenburg-Liga trat der HC Spreewald beim  Lokalrivalen aus Lübbenau an. Die Oberspreewälder spielen eine durchwachsende Saison und ließen vor allem auswärts unnötig Punkte. Ihre Stärken brachten sie jedoch immer wieder in der heimischen Blau-Gelb-Arena auf die Platte. Hier verloren sie nur knapp gegen Cottbus (25:26) und ermöglichten mit ihrem Sieg über Teltow/Ruhlsdorf (27:26) die erste Meisterschaft des HC Spreewald in Brandenburgs höchster Spielklasse. Aufgrund des Titelgewinns und fünf aufeinanderfolgen Niederlagen in Liga und Pokal waren die Gastgeber jedoch hoch motiviert den Ligaprimus zu überrumpeln. In einem Derby voller Emotionen, Kampf und Einsatz wogte das Spiel letztlich hin und her. Einen zwischenzeitlichen 5-Tore-Rückstand bog der Tabellenführer in eine 2-Tore-Führung um, um am Ende doch noch den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Schlussendlich ein gerechtes Endergebnis, mit dem beide Mannschaften zufrieden sein konnten.
Im Vergleich zur Vorwoche verschlief der HC nicht den Spielbeginn. Nils Werner, Jens Kranick und Pascal Freund legten schnell zum 0:3 (3.) vor. Die TSG-Abwehr fand jedoch zunehmend besser ins Spiel, zwang den Gast immer wieder ins Zeitspiel oder profitierte von unvorbereiteten HC-Abschlüssen. Auf der Gegenseite führte Nicola Kuhlmey Regie und setzte den wurfgewaltigen Rückraum um Dustin Trenkmann und Henrik Wahnschaffe in Szene. So wendete sich das Blatt. Aus einem zwischenzeitlichen 2:5 (7.) machte die TSG ein 7:5 (15.). Die Verwarnungen waren auf beiden Seiten schnell ausgesprochen und so agierten beide Parteien bis zur Halbzeit immer wieder in Überzahl. Die Gurkentruppe nutzte dies, glich durch Kapitän Nils Werner erst aus (7:7, 17.) und erhöhte durch Chris Guhrenz wenig später auf 8:10 (21.). Die Gastgeber reagierte und brachte im Angriff den siebten Feldspieler. Die HC-Abwehr agierte daraufhin erst zu passiv gegen Dustin Trenkmann (11:12, 26.) und später ohne Absprache am Kreis, sodass Marcel Otto (2 Tore) und Henrik Wahnschaffe (2) zum 16:12 Halbzeitstand trafen. Mit diesem 6:0-Lauf der Lübbenauer war die Euphorie in der Halle entfacht.
Die TSG konnte nach Wiederanpfiff zwar sofort auf fünf Tore erhöhen (17:12, 31.), scheitert in der Folgezeit aber vermehrt am besser werdenden Daniel Wegner. Über ihr schnelles Umschaltspiel und die zweite Welle gelang es Nils Werner (2) und Pascal Freund den 18:16 (37.) Anschluss herzustellen. In der 41. Minute wurde es hitzig auf der Platte. Abwehrorganisator Bert Orbanz musste nach der dritten Zeitstrafe vom Feld und das vehemente gestikulieren der Gästetrainer wurde mit einer zusätzlichen Zwei-Minuten-Strafe gegen die Bank geahndet. Die doppelte Überzahl nutzte die TSG sofort und räumte über ihren treffsichersten Akteur, Justin Suhl, ab (21:18, 42.). Durch viel Bewegung des wendigen Paul Meisner netzte der HC trotz Unterzahl, um auf der Gegenseite postwendend den nächsten Strafwurf mit berechtigter Zeitstrafe zu kassieren. Im Spiel 3-gegen-6 nun selbige Nachlässigkeit auf TSG-Seite – Strafwurf zum 22:20 (43.) und Zeitstrafe gegen den Gastgeber. Die Überzahl nutzen die Spreewälder zum 22:21 (44.) Anschluss, um nur wenig später beim 24:21 (47.) wieder deutlicher ins Hintertreffen zu geraten. Die Ruppigkeit der TSG-Abwehr nahm nun zu, sodass der HC vor allem per Strafwurf zum Torerfolg kam. Die Routiniers Pascal Freund und Nils Werner zeigten sich dabei nervenstark und verkürzten erneut zum 25:24 (50.). Die letzten 10 Spielminuten versprachen wieder einen heißen Tanz, der in den letzten Aufeinandertreffen immer an den HC ging. Durch eine Manndeckung gegen den Spielmacher Nicola Kuhlmey forcierte die nun durch Tobias Lubig organisierte Spreewälder Hintermannschaft Ballgewinne. Florian Beyer und Chris Guhrenz stellten in der 53. Spielminute den 26:26 Ausgleich her. Die Absprache zwischen Block und Torwart stimmte, sodass Lübbenaus Rückraum immer wieder an Daniel Wegner scheiterte. Jens Kranick traf per Konter zur 27:28 (57.) Führung und zog dabei zusätzlich eine Zeitstrafe. In Überzahl erkämpft sich der HC doppelt den Ball, trifft erst zum 27:29 und nimmt im folgenden Angriff 1:23 min vor Schluss die Auszeit, um den finalen Punch zu setzen. Leider vertändeln die Spreewälder den Ball, sodass der pfeilschnelle Justin Suhl sicher zum 28:29 (60.) verwandelte. In der darauffolgenden Manndeckung wirft der HC den Ball ins Aus. Der TSG-Angriff schaltet schnell um und gleicht zum 29:29 aus. Vier Sekunden verbleiben auf der Uhr. Der HC sucht den Kempa-Abschluss und trifft, jedoch entscheiden die gut agierenden Schiedsrichter auf übertreten. Dies geht letztlich in Ordnung, denn beide Seiten zeigten sich in einigen Phasen nachlässig und verhinderten somit eine frühere Vorentscheidung.
Schlussendlich feierten beide Mannschaften mit den aus beiden Fanlagern zahlreich erschienenen Fans die Punkteteilung. Die Gurkentruppe möchte sich dabei besonders bei den gut 80 eigenen Anhänger bedanken, die diesem Spiel den charakteristischen Derby-Flair verliehen.
Mit diesem Unentschieden bleibt der HC in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen. Am letzten Spieltag der Brandenburg-Liga-Saison 2017/18 treffen die Spreewälder im „kleinen Derby“ auf den Drittplatzierten LHC Cottbus II. Anpfiff im Lübbener Blauen Wunder ist am Samstag, den 05.05. um 18:30 Uhr. Im Anschluss findet die verdiente Meisterschaftsfeier mit Pokalübergabe und FREIBIER ?? statt. Die Mannschaft würde sich nach dieser herausragenden Saison über zahlreiche Zuschauer freuen. Das Vorspiel (16 Uhr) bestreiten außerdem die beiden Reserven der Spielgemeinschaft Lübben/Luckau und Lübbenau.

Es spielten:

für den HC Spreewald:

Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Florian Beyer (3), Danilo Wendt, Tim Glowinkowski, Paul Meisner, Chris Guhrenz (5), Pascal Freund (8/3), Tobias Lubig (1), Jens Kranick (3), Bert Orbanz und Nils Werner (9/4);

sowie für die TSG Lübbenau:

Lars Kasper und Ricky Pätzold (beide im Tor), Marcel Otto (4), Nicola Kuhlmey (3), Rene Sewald, Marian Siebert, Thomas Werban (1), Justin Suhl (9/4), Dustin Trenkmann (5), Henrik Wahnschaffe (3), Tobias Lange, Marius König und Marc-Robin Hiesener (4).

CG