HC Spreewald vs. HSV Wildau 1950 25:20 | 13:12

Historische Meisterschaft nach verwandeltem Matchball

Drei Spieltage vor Ende der Saison wollte es der Spielplan der Brandenburg-Liga, dass der direkte Verfolger des Tabellenspitzenreiters, die HSG RSV Teltow Ruhlsdorf, bei der Reserve des LHC Cottbus antreten musste und dabei nicht über ein 27:27 Unentschieden hinauskam. Dieses Spiel fand bereit zwei Stunden vor dem Anwurf im Lübbener Blauen Wunder statt. Hier traf der diesjährige Ligaprimus HC Spreewald auf den abstiegsbedrohten HSV Wildau 1950.

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Sportler, Baskettballplatz und SchuheDurch dieses überraschende Ergebnis in Cottbus war bereits vor Spielbeginn klar, dass der HC drei Matchbälle hat, um nach drei aufeinanderfolgenden Vizemeisterschaften den Meistertitel in Brandenburgs höchster Spielklasse einzufahren. Im Hinblick auf die noch ausstehenden Partien (Wildau, Lübbenau und Cottbus) und dem dünn besetzten Kader (ohne Paul Meisner, Tobias Lubig, Jonathan Weske, Erik Handke) waren Trainer und Spieler gewillt bereits die erste Chance zu nutzen. Der HSV Wildau ging jedoch hoch motiviert ins Spiel und stellte zu Beginn einen starken 6:0-Abwehrblock, der den HC vor große Probleme stellte. Folgerichtig setzten sich die Wildauer schnell auf 0:4 (6.) ab. Die Gurkentruppe agierte dabei auch in der Abwehr zu passiv und ermöglichte den Gästen so einfache Einwurfmöglichkeiten. Erst in Überzahl konnte Jens Kranick (2 Tore) nervenstark per Strafwurf zum 2:5 (8.) verkürzen. Der HSV blieb jedoch weiterhin spielbestimmend, erarbeitete sich die Bälle und fand im Angriff immer wieder den besserplatzierten Nebenmann (3:7, 12.). Als bei angezeigten Zeitspiel Pascal Freund sehenswert das Spielgerät unter die Latte knallte (4:7, 13.) waren die Spreewälder im Spiel angekommen. Nachfolgend gewann der Gastgeber die erste Unterzahlsituation mit 2:1 (7:8, 16.) und konnte durch drei weitere, aufeinanderfolgende Tore durch Kapitän Nils Werner, Florian Beyer und Chris Guhrenz das Spiel drehen (10:8, 21.). Dabei spielte die nun offensive 4:2-Abwehr der Gäste den Spreewäldern in die Karten. Diese nutzen zwar nicht immer spielerisch ansehnlich, aber mit Kampf und Willen die sich bietenden Lücken. Alonso Berlanga Izan (3) hielt die Wildauer bis zur Halbzeitpause (13:12) jedoch weiterhin in Schlagdistanz.
Der Beginn des zweiten Spielabschnitts verlief weiterhin auf Augenhöhe. Beide Seiten scheiterten dabei mehrmals im Torabschluss, so dass sich bis zum 17:16 (45.) keiner der Kontrahenten absetzen konnte. Die Schiedsrichter verhingen nun jedoch mehrere Zeitstrafen, u.a. gegen Abwehrorganisator Bert Orbanz. In Unterzahl profitierten die Spreewälder von einfachen Ballverlusten der Gäste und wichtigen Paraden durch Daniel Wegner, so dass Florian Beyer und Chris Guhrenz auf 19:16 (47.) erhöhen konnten. Als sich in diesem harten, aber niemals unfairen Schlagabtausch plötzlich nur noch jeweils vier Feldspieler gegenüberstanden, trafen Nils Werner und abermals Florian Beyer zum 22:17 (54.). Die Abwehrreihe des HC stand nun sattelfest, erarbeitete sich die Bälle und vollendete im Angriff nervenstark. Beim vorentscheidenden 24:17 (55.) war den Spielern, Trainern und zahlreichen Zuschauern klar, dass am heutigen Tag Geschichte geschrieben wird. Die letzten Spielminuten agierten die Wildauer in Manndeckung. Davon ließ sich die Gurkentruppe jedoch nicht beeindrucken. Sie nahm im Angriff gekonnt Zeit von der Uhr und leisteten sich keine unnötigen Zeitstrafen. Das letzte HC-Tor war Danilo Wendt vorbehalten. Danach kannte der Jubel und die Freude über dieses historische Ereignis in der zehnjährigen Vereinsgeschichte keine Grenzen mehr. Spieler und Trainer lagen sich nach dem 25:20 Endstand freudestrahlend in den Armen. Die Fans honorierten diese erfolgreiche Saison mit stehenden Ovationen und feierten mit dem gesamten Team diesen besonderen Tag.
Nach jahrelangen Entbehrungen und vielen Rückschlägen belohnen sich die alten Hasen – die teilweise schon seit 2010 in der ersten Männermannschaft zusammen spielen – und das Trainergespann Wolschke/Zwieb mit diesem Titel.
Ein besonderer Dank geht an die zahlreichen Fans, die trotz des schönen Wetters den Weg in die Halle gefunden hatten. Auch am kommenden Wochenende können sie nach kurzer Anreise das Team in Lübbenau unterstützen. Die TSG spielt eine durchwachsende Saison, erlaubte sich jedoch bisher nur eine Niederlage in der heimischen Blau-Gelb-Arena. In der engen und oftmals hitzigen Halle ist ein heißer Schlagabtausch zu erwarten. Anpfiff ist am Samstag, den 28.04. um 18:00 Uhr. Frühes erscheinen sichert gute Plätze!

Bereits jetzt sei auch auf den letzten Heimspieltag des HC am Samstag, den 05.05. hingewiesen. Zum kleinen Derby gegen den LHC Cottbus II (Danke für eure Schützenhilfe) und zur nachfolgenden Saisonabschlussfeier mit Pokalübergabe sind alle Spreewälder gern gesehene Gäste im Lübbener Blauen Wunder.

Es kämpften und siegten für den HC Spreewald: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Florian Beyer (6), Bert Orbanz, Danilo Wendt (2), Ingolf (Handballgott) Burisch, Pascal Würfel, Chris Guhrenz (5), Pascal Freund (3), Jens Kranick (3/2), Tim Glowinkowski und Nils Werner (6/1).

CG

HC Spreewald vs. SV Herzberg 15:10 | 6:4

Halbzeitstand 6:4  Endergebnis 15:10

Nachdem wir leider die ganze Saison auf so ein Ergebnis hin gearbeitet haben , war die Freude zum Sieg beim letzten Spiel gegen Herzberg natürlich riesengroß. Unsere Mädels hatten das Spiel anfänglich mit tollen schnellen Einzelaktionen dominiert, sind dann aber kurz vor der Halbzeit etwas hektisch geworden, was sich dann bis zur Mitte der 2.Halbzeit  fortsetzte. Durch die super Torhüterleistung blieb aber immer ein 2-3 Torevorsprung, die Mannschaft konnte wieder etwas Ruhe rein bringen und es wurden schöne Tore über den Kreisläufer erzielt. Dank an die Eltern für die tolle Unterstützung /Motivation und natürlich an alle Spieler, die trotz der vielen Niederlagen, der  manchmal auch nur sehr kurzen Spieleinsätzen nicht den Spaß am Handball verloren haben.

Ihr seid zu einem tollen Team zusammen gewachsen.

M.E.

SV Blau-Weiß Dahlewitz vs. HC Spreewald II 10:10|23:21

Niederlage in Dahlewitz

Das Spiel am letzten Wochenende bestritt die Zwote am Sonntag auswärts gegen die Sieben aus Dahlewitz. Und natürlich wollten wir die Punkte aus Dahlewitz mitnehmen.

Bis zum 17:15 nach 45 Minuten geht unser Rezept auf. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Schilderung von allem, was in der letzten Viertelstunde dort zusammenkam, würde den Rahmen sprengen. Wer alles bis ins letzte Detail erfahren möchte, muss einen der Beteiligten befragen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir 3 Zeitstrafen. In der letzten Viertelstunde kommen 8 weitere hinzu, so dass wir teilweise mit 3 Spielern auf der Platte standen. Dabei erhält einer unserer Spieler seine dritte Zeitstrafe (2 davon nach angeblichen Wechselfehlern!) und Rot mit Blauer Karte hintendran und einer bekommt direkt Rot.

So bekommen wir leider keine Ruhe mehr in unsere Aktionen, unter anderem auch, weil in diesem Zeitraum drei Tore von uns aus unterschiedlichsten Gründen nicht anerkannt werden.

Und leider geht in diesem Durcheinander das tolle Spiel von Nico unter, der uns mit seinen acht Toren maßgeblich im Spiel hält.

Fazit: Schade, da war mehr drin!

Nils Bullwinkel (Tor), Matthias Dümke, Ingolf Burisch (5), Christian Piehl, Paul Schwebel (4), Pascal Würfel (1), Jonas Jecke (3), Steven Schnitzer, Nico Manig (8)

I.B.

Spielbericht

HC Spreewald vs. SV Herzberg 18:20|8:9

Niederlage nach gutem Spiel gegen Herzberg

Am vergangenen Wochenende stand der letzte Punktspieltag der Saison gegen die Sieben aus Herzberg an. Das Hinspiel hatten wir sehr sehr deutlich mit 12:25 (!) verloren, aber das sollte sich keinesfalls wiederholen und wir wollten gewinnen. Wir hatten fast den kompletten Kader zur Verfügung und konnten Herzberg ein sehr beherztes Spiel bieten.

Der Anfang des Spiels gelang nicht wie erhofft und so lagen wir schnell mit 1:4 und 2:5 nach 10 Minuten hinten. Doch wir fingen uns und konnten nach 17 Minuten erstmals zum 6:6 ausgleichen. Aber Herzberg gelang es wieder, mit 2 Toren in Führung zu gehen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nach 25 Minuten gelang uns noch der Anschluss zum 8:9. Damit waren wir in Schlagdistanz.

Wir spielten sehr couragiert und wollten das Tempo hochhalten, da der Kader der Gäste klein war und wir auf einen Einbruch hofften. Leider müssen wir hier noch cleverer spielen, um die vielen Überzahlsituationen auch für uns zu nutzen und in Tore umzuwandeln. Auch unsere Deckung stand erneut sehr gut und aufmerksam. Wir wechselten viel, so dass fast alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten bekamen und es war schön zu erkennen, dass kein Einbruch im Spiel zu verzeichnen war, da alle, die auf dem Feld waren, sich echt reinhauten. Und unsere Torfrau Samiha konnte sich mehrfach auszeichnen und war ein sicherer Rückhalt.

Die zweite Halbzeit blieb spannend bis zum Schluss. Herzberg konnte – leider für uns – immer vorlegen, so dass wir nie mehr ausgleichen konnten – 14:15, 16:17 und 18:19 kurz vor Schluss waren die Spielstände. Immer wenn wir die Chance zum Ausgleich hatten, ging irgendwas schief – Abspielfehler, Fangfehler oder Fehlwurf. Aber unsere Spielanlage wird stetig besser und das sah oft schon gut gespielt aus. So gelang letztlich Herzberg noch der Treffer zum 18:20-Endstand, der unsere Niederlage besiegelte.

FAZIT: Wir haben eine starke Mannschaftsleistung abgerufen und der favorisierten Mannschaft aus Herzberg lange Paroli geboten. Es fehlte nur ein kleines Stück um zu punkten, vielleicht schon beim nächsten Mal.

PS: Jetzt stehen noch die Pokalspiele an, an denen wir auch erfolgreich teilnehmen möchten.

Samhia Schulz (Tor), Clara Möller (1), Celine Werner (7), Miriel Tirpitz, Emily Christoph, Elisa Stöckl, Eileen Dillan, Jasmin Büttner, Sarah Peter (1), Lena Schulz, Emily Sell (2), Alena Scheerz (7)

MV Matthias Dümke / Ingolf Burisch, Physio Chiara Skiba

I.B.